Archiv für Februar 2008

Ole sagt danke

Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust und die Bürgerlichen Hamburgs bedanken sich bei allen linken Nichtwählern, Wahlverweigerern, Autonomen, Antideutschen, Anarchisten, und sonstigen Unterstützern. Ohne Euch hätten wir die vielen Sitze nicht gekriegt. Eure Wahlverweigerung brachte uns den nötigen Erfolg, und schwächte das Aufkeimen einer unbequemen Linkspartei. Weiter so, ich werds euch nicht vergessen.

das System verliert seine Maske

Man kommt nicht drum herum. In ALLEN Medien wird darüber berichtet, und es scheint von Tag zu Tag schlimmer zu werden. Deutschlands Elite versinkt im Steuerhinterziehungssumpf. Nein, nicht nur wenige, sondern gar hunderte von Top-Verdienern sollen im Visier der Fahnder sein, und unglaubliche Summen vor dem Fiskus hinterzogen haben.


klick mich

Als ob wir es nicht schon immer geahnt hätten: euer System stinkt!

wählen ändert nix?

Immer wieder stößt man auf Wahlboykottaufrufe wie diesen auf Indymedia. Auch auf diversen Internetseiten werden immer wieder Wahlboykotts ausgerufen und empfohlen. Doch was sollte es bringen nicht zu wählen? Könnte sich unser System ändern, oder gar verbessern, wenn wir der Politik unsere kalte Schulter zeigen? Sollten gar unsere Politiker aufschrecken, angesichts der niedrigen Wahlbeteiligung, und in ihrem Kurs umkehren?

Da gerade diese Kreise, in denen zu den verschiedenen Wahlboykotts aufgerufen wird, wahrscheinlich nicht bürgerlich wählen, sondern eher einer hell- (nein, damit meine ich nicht die SPD) bis dunkelroten Partei den Vorzug geben würden, dürften sich die Bürgerlichen geradezu vor Freude auf die Schenkel klopfen, über die Wahlboykottaufrufe. Tragen sie doch dazu bei, dass möglicherweise tausende von Stimmen nicht an linke Parteien gehen, sondern ungenutzt im Sande versickern.

Selbst wenn auch das Wählen einer starken linken Opposition nicht den erhofften Systemwechsel bringt, so kann sie den neoliberalen Konsens der Parteien doch erheblich stören. Eine starke Opposition kann Themen aufgreifen, Anträge stellen, diskutieren über Themen, die sonst gar nicht behandelt würden. Sie kann Öffentlichkeit schaffen. Und sie kann eine Alternative sein, auch wenn sie nie perfekt sein wird. Natürlich sollte das Wählen nicht zu einer Entmündigung des Wählers führen, nicht zu einer Stellvertreter-Demokratie. Das eigene politische Handeln und Agieren ist trotz des Wählens weiterhin wichtig, und das Ziel sollte immer die möglichst direkteste Form von Demokratie sein. Politische Arbeit jenseits der Parlamente und der sog. Druck der Straße ist für einen Politikwechsel unentbehrlich, und sollte nicht durch das Abgeben der Stimme getauscht werden.

So wird es sicher nichts bringen am Wahltag zu Hause zu bleiben, und sich darüber ins Fäustchen zu lachen, wie sehr man dem System doch wieder eins ausgewischt hat, weil man nicht wählen war. Die Bürgerschaft kämpft um jede Stimme. Da werden auch noch die RentnerInnen in den Altersheimen besucht, denen das Kreuzchen abgeschwazt wird. Sollte man sich da nicht etwas strategisch sinnvolleres überlegen, als die Wahl zu boykottieren? Sollte man nicht mit allen Mitteln kämpfen die man hat?

wow, was‘n Text

und deswegen auch noch hier aufgeführt:


Motorhead mit einem bekannten Klassiker

I am the one, Orgasmatron, the outstretched grasping hand
My image is of agony, my servants rape the land
Obsequious and arrogant, clandestine and vain
Two thousand years of misery, of torture in my name
Hypocrisy made paramount, paranoia the law
My name is called religion, sadistic, sacred whore.

I twist the truth, I rule the world, my crown is called deceit
I am the emperor of lies, you grovel at my feet
I rob you and I slaughter you, your downfall is my gain
And still you play the sycophant and revel in you pain
And all my promises are lies, all my love is hate
I am the politician, and I decide your fate

I march before a martyred world, an army for the fight
I speak of great heroic days, of victory and might
I hold a banner drenched in blood, I urge you to be brave
I lead you to your destiny, I lead you to your grave
Your bones will build my palaces, your eyes will stud my crown
For I am Mars, the god of war, and I will cut you down.

die Provinznazis und ihr Vorhaben

In ihrem Forum haben die Provinznazis des nördlichen Bodensee einige Locations erwähnt, in die sie gegebenenfalls mal „einlaufen“ wollen. Da dieser Thread schon einige Monate alt ist, und seither noch niemand irgendwo „eingelaufen“ ist, nehme ich an die Sache hat sich im Sande verlaufen. Da ich aber ab und an in einigen der aufgefürten Örtlichkeiten verkehre, poste ich einfach mal den Inhalt des Threads. Mal schauen ob sie doch noch kommen ;)

ums Verrecken

soll sie privatisiert werden. Auf Teufel komm raus. Leider ist der ja schon lange nicht mehr drinnen, nein, er treibt vor aller Augen sein Unwesen. In diesem Frühjahr will die Bundesregierung nun endlich reinen Tisch machen, und das schon lange geplante Projekt abwickeln. Die Deutsche Bahn soll endlich in Privatbesitz verwandelt werden. Als eines der Vorreiterländer (andere sollen sicher bald folgen) soll Deutschland nun über eine Privatbahn verfügen, die im öffentlichen Dienst fährt. Kritiker diesen Vorhabens gibt es ja genug, und schlechte Beispiele auch (England, Argentinien). Doch unsere „Anführer“ geben sich unbeirrt. Aller Warnrufe zum Trotz werden die Weichen gestellt um den Übergang aus dem Besitz des deutschen Bundesbürgers (wenigstens formal) in die Hände von fernöstlichen oder möglicherweise russischen (oder weissgott) Großinvestoren zu machen.

Einem Bericht in der SZ zufolge soll das Geschäft bis im Mai vollendet werden. Die SPD hat sich mit ihrem Volksaktienmodell ja offiziell von den ursprünglichen Privatisierungsplänen distanziert, die CDU sagt aber dass dieses Modell keine Rolle mehr spielt. Sollte sich die SPD da wieder ähnlich aus der Masche gezogen haben wie beim Irak-Krieg, den sie zwar offiziell nicht unterstützt hat, den sie aber durch Überflugrechte und zahlreiche logistische und militärische Hilfsleistungen aber dann doch irgendwie flankiert hat?


Trailer „Bahn unterm Hammer“

Man wird sehen. Gespannt darf man auch auf die Rolle der Gewerkschaften sein. Während DGB, IGM und ver.di wenigstens soviel Chuzbe bewiesen haben und sich gegen eine Privatisierung aussprachen, sind die Bahngewerkschaften eigentlich einen sehr privatisierungsfreundlichen Kurs gefahren. Mal schauen ob sie aufwachen.

Mehr Infos zur Bahn und zur Privatisierung gibt es hier

immer gewinnen die Bösen

So kommt es mir vor. Hatte ich doch so viel Hoffnung auf den schwarzen Kandidaten gesetzt. Einerseits Hoffnung, andererseits hatte mein Wahl-Orakel diesen Ausgang doch befürchtet. Nicht dass ich ein Anhänger der amerikanischen Demokratischen Partei wäre, doch bei der Auswahl zwischen Hilly und Barrak konnte meine Wahl ja nur auf ihn fallen. Erstens Schwarzer, zweitens nicht zu sehr machtversaut, und drittens viel symphatischer.

Zu lange hatte Hilly an der Quelle der Macht gesessen, hatte mit den Klüngeln an den Hebeln der großen Politik gebandelt, hatte die Welt zu lange aus der Täterperspektive miterlebt. Mit ihr würde es keine Überraschungen geben. Da schon eher mit ihm. Und Überraschungen haben wir alle doch so bitter nötig. Positive Überraschungen. Einfach: Change

Doch nun lese ich dass Hilly vorne liegt. Überraschungen scheint es nun wieder mal nicht zu geben. Wenigstens keine guten. Wieder mal nichts gewesen?

was ist Brass?

Na das! Die Youngblood Brass Band. Echt hammermäßig. Hier mein Lieblingssong:


Brooklyn

Gentechnik im Futter?

In der guten, alten Tagesschau läuft derzeit eine Abstimmung über das neue Gentechnikgesetz, besser gesagt auf der Homepage unseres bekanntesten Nachrichtenmagazins. Darin heisst es:

Gentechnikgesetz: Zu liberal? Zu streng? Ausgewogen?

Wie streng sollen die Regeln für den Anbau von genveränderten Pflanzen sein? Der Bundestag hat dazu ein Gesetz beschlossen, das unter anderem einen Mindestanbstand zwischen Feldern mit Gen-Mais und anderen Feldern sowie bestimmte Haftungsregelungen vorsieht. Die FDP befürchtet allerdings, dass Unternehmen, die Forschung mit Gen-Pflanzen betreiben, Deutschland jetzt verlassen werden. Und Grüne und Umweltverbände warnen davor, dass der Gen-Mais anderen Mais verunreinigen könnte. Was halten Sie von dem Gesetz?

wer mitstimmen will kann das hier tun

arbeiten

kurze Tage- lange Nächte
18 Uhr, dunkel, duster, schläfrig
nichts ist los, du suchst die Zeit, die rast
bei der Arbeit aber nicht

du frägst dich wie lange, wie lange wirst du,
wie lange?

du bist müde? lange Nächte, lange müde,
Augen zu, schlafen, Pause

ein Tag ist wie der Andere,
die Eintönigkeit der arbeitenden Schafe
für Geld tut man nicht alles, doch immer sein bestes

so bewege dich, und gib was du kannst,
dein Konto wird es dir danken,

Babylon hat dich wieder