Archiv für März 2008

Der Doppelmord an Uwe Barschel

Uwe Barschel wurde am 11. Oktober 1987 tot im Hotel Beau Rivage in Genf aufgefunden. Seither reissen die Gerüchte um seinen rätzelhaften Tod nicht ab. Während offizielle Stellen in der Schweiz und in Deutschland von einer Selbsttötung ausgingen, und so gut wie alle großen Medien mit an dieser These bastelten, gibt es doch viele Fakten, die eine Selbsttötung sehr unwahrscheinlich erscheinen lassen. In seinem Buch „Der Doppelmord an Uwe Barschel“ listet der Schriftsteller Wolfram Baentsch die Umstände des Todes von Barschel auf. Er recherchierte 3 Jahre lang für das Buch, und durfte Akten einsehen, die vor ihm wohl noch kein Journalist gesehen hatte.

Ich möchte hier einige der wichtigsten Fakten aus dem Buch in chronologischer Reihenfolge auflisten. Es lohnt sich aber trotzdem dieses ungewöhnliche Buch zu lesen.

Dieses Foto zeigt den toten Uwe Barschel, wie er bei der Obduktion ausgesehen hat. Weil dieses Bild nie veröffentlicht wurde, konnten Zeitschriften wie der Spiegel, oder diverse Fernsehdokumentationen bis heute noch behaupten, Barschel hätte sich selbst umgebracht. Deutlich sieht man auf dem Bild die blauen Flecken, die er sich vor seinem „Selbstmord“ kaum selbst beigebracht hat.

Januar 1987: Der Reporter Reiner Pfeiffer, der vom Hamburger Springer-Verlag als Medienreferent für die Pressestelle von Uwe Barschel ausgeliehen wurde, fängt in Barschels Pressestelle an. Von dort aus startet er einige Aktionen gegen Barschels Wahlkampf-Gegner Björn Engholm.
- Er lässt Engholm von Detektiven bespitzeln
- Er erstattet unter dem Pseudonym H.Sapiens eine Anzeige beim Finanzamt wegen Steuerhinterziehung
- Er ruft als Dr. Wagner bei Engholm zuhause und bei seinem Hausarzt an, und äussert den Verdacht, Engholm könnte sich mit Aids infiziert haben.

Kurz darauf nimmt Pfeiffer Kontakt zu führenden SPD-Mitgliedern auf, mit denen er sich später noch öfter trifft.

Am 31. Mai stürzt Barschel mit einer Chessna über dem Flughafen Lübeck-Blankensee ab, und überlebt als einziger. Die Augenzeugen des Unglücks werden nicht polizeilich befragt Es findet auch keine staatsanwaltliche Untersuchung statt. Die Maschine prallte in dieser Nacht gegen einen Lichtmast, der vorher nicht dagewesen war. Die letzten Worte des Piloten waren: „dim the Lights“ (lösche das Licht).

Ab Juli trifft Pfeiffer mehrfach mit Engholms Intimus und Pressesprecher der SPD Nilius zusammen, dem er diverse Wahlkampf-verwertbare Regierungs- und CDU-Unterlagen zuspielt. Nilius führt Pfeiffer auch dem Magazin „der Spiegel“ zu, das ihn später als Kronzeugen für den sogenannten „Waterkant-Gate“ Skandal benutzt.

Am 7. September erscheint die erste der Waterkant-Gate Geschichten, noch ohne Nennung des Namens von Barschel. Engholm erstattet daraufhin Anzeige gegen Unbekannt, u.a. wegen Bruchs des Steuergeheimnisses.

Am selben Abend sitzt Reiner Pfeiffer im Lübecker Restaurant Lysia Björn Engholm gegenüber, und erzählt ihm, er habe die Steueranzeige und den Detektiveinsatz inszeniert, angeblich auf Weisung Uwe Barschels.

Am 12. September platzt mitten ins Vorabend-Programm eine Vorabmeldung des Spiegel, zur nächsten Titelgeschichte „Watergate in Kiel- Barschels schmutzighe Tricks“

Am 13. September gehen viele Menschen nicht zur Wahl. Die CDU kommt auf eines ihrer schlechtesten- die SPD auf eines ihrer besten Ergebnisse.

Noch am Wahlabend stellt der Chef der Lübecker Staatsanwaltschaft eine Ermittlungsgruppe zusammen, die Pfeiffer in einer Spiegel-Wohnung aufspürt, und in dessen Notizbuch Beweise für frühe Kontakte zur SPD findet.

Am 18. September hält Barschel die sog. „Ehrenwort-Konferenz“ ab, in der er seine Unschuld versichert.

Am 25. September gibt Barschel seinen Rücktritt bekannt. Am selben Tag erhält er in seinem Haus in Mölln mehrere Anrufe von einem unbekannten namens Roloff, der ihm Hilfe gegen Pfeiffer anbietet.

Am 6. Oktober fährt Barschel mit seiner Frau Freya in den Urlaub. Die Presse weiß nicht wohin es geht, die Geheimdienste schon. „Zufällig“ sitzt im gleichen Flugzeug ein gewisser Robert Gates, späterer Direktor des CIA. Aber auch eine gewisse „Frau Kolb“ (falscherName) fliegt mit. Sie ist auch in dem Gewerbe des Herrn Gates tätig, ebenso wie zwei weitere Begleiter mit den Flugnummern 491 und 492 (Der Lufthansa-Pilot, der diese Beobachtungen festhielt, bekam später enorme Probleme und wurde unter Druck gesetzt).

Am 8. Oktober beschließt Barschel den Urlaub zu unterbrechen, um vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss auszusagen. Nach einem Telefonat mit dem unbekannten Roloff ändert er seinen Plan über Madrid nach Deutschland zurück zu fahren, und fliegt über Genf. Roloff hatte ihm ein entlastendes Dokument in Aussicht gestellt, mit dem er angeblich seine Unschuld beweisen hätte können.

Am 10. Oktober landet Barschel in Genf, trifft sich mit Roloff, und bucht sich im Hotel Beau Rivage ein, dass er vorher noch nicht gekannt hat.Er weiß nicht, dass er in einem Treffpunkt internationaler Geheimdienste eingebucht hat. Er weiß auch nicht, dass die Zimmer mit Überwachungsanlagen ausgestattet wurden, und extra zu diesem Zweck einige Monate zuvor fotografiert worden waren.

An seinem letzten Abend telefoniert er mit seiner Frau, mit seiner Schwester, und drei Mal mit seinem Bruder. Mit seinem Bruder macht er ein Treffen für den nächsten Morgen aus, wo er zum Frühstück kommen will. Beim Portier gibt er in Auftrag am nächsten Morgen um sieben Uhr geweckt zu werden.

In dieser Nacht hatte auch der BND-Agend XXX im Beau Rivage ein Zimmer reserviert, buchte aber kurzfristig um. Kurz davor checkte auch ein Assistent von XXX im Hotel ein, und liess sich sogar vom 2. in den 3. Stock verlegen, in dem auch Barschel schlief. Der Mann asiatischer Abstammung hieß Akilan.

Am 11. Oktober wird Barschel tot in seinem Hotelzimmer gefunden, bekleidet in der Badewanne liegend. Wer den Toten zuerst sah, ist ungewiss. Offiziell wurde er von dem Stern-Reporter Sebastian Knauer gefunden, der vom Tatort aus telefonierte, und Fotos machte. Eine Hotelangestellte will die Leiche Barschels auch gesehen haben, allerdings in einer anderen Position, mit dem Kopf unter Wasser. Die Polizei wird von dem Stern-Reporter erst nach einer Stunde informiert. Eine polizeiliche Vernehmung oder eine Leibesvisitation des Reporters fand nie statt.

Am Nachmittag verbreiten Rundfunk und Agenturen die Falschmeldung, Barschel hätte sich in Genf erschossen. Die Quelle der Fehliformation bleibt im Dunkeln.

Die Ermittler um die junge Untersuchungsrichterin Nardin leisten sich unerklärliche Fehler. Am Abend wird der Leichnam obduziert, der Bericht lässt monatelang auf sich warten.

Der Lübecker leitende Oberstaatsanwalt Kleiner leitet deutsche Ermittlungen ein und trifft Rechtshilfeabkommen mit der Genfer Justiz.

Am 12. Oktober geben Eike (Bruder) und Freya (Ehefrau) Barschel eine Pressekonferenz in Genf, und erklären: „Es war Mord“

Am 18. Oktober kommt unter deutscher Beteiligung eine große Runde von Ermittlern zu dem Ergebnis, alle Anzeichen würden auf Selbstmord deuten, Spuren von Gewalt gebe es nicht.

An diesem Tag erscheint Reiner Pfeiffer in Kiel zum ersten-und letzten Mal vor dem Palamentarischen Untersuchungsausschuss, und weigert sich Fragen von Barschels Anwalt Erich Samson zu beantworten.

Am 24. Oktober wird im Hamburger Uni-Klinikum die zweite Obduktion der Leiche vorgenommen. Barschels Frau hatte sie verlangt. Vor Beginn der Obduktion gibt es eine Überraschung. Es fehlen Herz, Gehirn, Schilddrüse, Blut und Urin des Toten. Statt dessen finden die Ärzte im Brustkorb blutdurchtränkte Papiertücher, und ein Paar Plastikhandschuhe.

Neben zahlreichen Spuren von Gewalteinwirkung, die im Protokoll der Genfer Obduktion nicht vorkommen, finden die Ärzte auch einen großen blauen Fleck auf dem Hinterkopf Barschels. Viele Spuren scheinen auch mit Schminke überdeckt worden zu sein.

Im Körper fanden sich 4 verschiedene Gifte:
- Cyclobarbital
- Pyrithilidion
- Dipfenhydramin
- Perazin (ein Mittel das quälende Krämpfe verursacht)

Ausserdem fanden sich Verletzungen in einem von Barschels Nasenlöchern und in seiner Speiseröhre.

Am 9. November wird Innenstaatssekretär Hans-Joachim Knack- einen Tag bevor er vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss seine Aussage machen konnte, tot aufgefunden. Eine Obduktion findet nicht statt. Barschel-Anwalt Erich Samson fürchtet um sein Leben, bittet um Personenschutz, und legt sein Mandat nieder. P vor der ro. Brandenberger

Am 22. Dezember erklärt der Schweizer Toxikologe Prof. Brandenberger vor der Kamera des ZDF, der Politiker sei wahrscheinlich vergiftet worden. Von vier im Körper gefundenen Giften hätten ihn drei zuerst bewustlos gemacht, bevor ihm das vierte, das tödliche Gift, verabreicht wurde.

1988:
Ende Februar legt der erste Parlamentarische Untersuchungsausschuss seinen Schlußbericht vor: Barschel wird für schuldig gesprochen alle von Pfeiffer durchgeführten Aktionen angestiftet zu haben.

Am 8. Mai sind Neuwahlen in Schleswig-Holstein. Die CDU verliert haushoch, und die SPD erhält die absolute Mehrheit. Engholm wird Ministerpräsident, und belohnt die Mitglieder des Parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Dessen Vorsitzender Klinger wird Justizminister.

Am 11. Novembererhält Pfeiffer heimlich bei Nacht an der Autobahn vom Boten Nilius einen Umschlag mit 2500 D-Mark. Ein Jahr später nochmal die gleiche Summe unter den gleichen konspirativen Umständen.

1992:
Bis 1992 bemühen sich Eike Barschel (Bruder) und ein ehemaliger Mitarbeiter des Agenten XXX, Jean Jaques Griessen um die Aufklärung des Mordfalls. Griessen wähnt sich kurz vor der Lösung des Falls, doch er wird am 9. November ermordet. Der Fall bleibt ungeklärt.

Der Leiter der Genfer Kriminalpolizei wird wegen Bestechung verurteilt, und unehrenhaft aus dem Polizeidienst entlassen.


Das Buch von Wolfram Baentsch enthüllt eine Flut von Informationen, die eigentlich nur auf eine Verschwörung und einen Mord an dem ehemaligen Ministerpräsidenten hinauslaufen können. Die Auflösung des Falls wurde von allerhöchsten Stellen immer wieder verhindert, und auch sämtliche Medien leisteten dabei immer wieder Hilfe. Aber warum hatten bestimmte Kreise so ein Interesse an dem Ableben von Barschel? Barschel wollte nicht nur ein Buch schreiben, und vor dem Untersuchungsausschuss aussagen, er wusste auch von Waffengeschäften zwischen der deutschen Regierung, und dem damaligen Apartheid-Regime von Südafrika. Er wusste auch von Testflügen in Schleswig-Holstein, bei denen Israelische Piloten Iranische Flieger ausgebildet hatten. Ein brisantes Wissen, das der in die Enge getriebene Politiker nun öffentlich zu machen drohte.

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Wer auf das Buch keine Lust hat, kann sich auch den Mitschnitt einer Veranstaltung mit dem Verfasser, Wolfram Baentsch, anhören. Zu finden hier, hier und hier.

5 Jahre Krieg,

und kein Land in Sicht. Genau vor 5 Jahren war es, als unser großer Verbündete von der anderen Seite des Teichs ins Land der Ölquellen einmarschierte, mit seiner Koalition der Willigen. Böse Massenvernichtungswaffen wollten sie finden, mit denen Saddam uns alle hätte töten können. Leider haben sie dann doch keine Gefunden, obwohl doch eigentlich noch welche von den alten Lieferungen aus Deutschland und den USA hätten übrig sein müssen.


Natürlich ging es auch um die Demokratie, die sie dem irakischen Volk bringen wollten, denn auch die Iraker haben ein Anrecht auf Demokratie. Um die Festigung der Demokratie zu beschleunigen, mussten halt ein paar Mittel angewendet werden, die nicht so recht in eine Demokratie passen wollen. Foltern in Gefängnissen gehört zum Beispiel zu den Dingen, die in einer wirklichen Demokratie nicht vorkommen sollten.

Auch amerikanische Firmen waren sehr bemüht um die Demokratie im Irak, deswegen wollten auch ganz viele von ihnen da unten mithelfen, damit es ein wenig schneller geht. Auch private Söldnerfirmen (tschuldigung, Sicherheitsfirmen) wollten mithelfen, doch in ihrem Übereifer mussten sie leider einige Hundert Zivilisten erschießen. Na egal, wenns der Demokratie dient.

Schliesslich kam auch noch der größte Terrorist aller Zeiten, Osama Bin Laden, nach Irak, denn nirgendwo liess sich so schön Terror spielen, als dort. Von dort aus kann er immer mal wieder seine Videobotschaften ausschicken, die uns daran erinnern, in welcher Gefahr wir doch alle sind, und wie gut es doch ist, wenn man einen so großen Verbündeten von der anderen Seite des Teichs hat. Na dann, pump it baby!

gesehen, und für gut befunden

Im Jahr 1973 schließt sich ein junger Mann in seinem Zimmer ein, hört David Bowie und vergisst für eine kurze Zeit die Tristesse seiner Umwelt. In diesem Fall handelt es sich bei dem Protagonisten um Ian Curtis, der wenig später der begnadete Sänger der legendären Independent-Band Joy Division werden soll. Mit dem mehrfach – u.a. in Cannes – ausgezeichneten Film Control gibt der weltberühmte Meisterfotograf Anton Corbijn, der mit Joy Division persönlich befreundet war, sein herausragendes Debüt als Filmregisseur.

Prädikat: absolut sehenswert

was ist der Seeheimer Kreis?

Sie sind dieser Tage medial präsent, die Rechten in der SPD, die sich selber „Pragmatiker“ nennen und welche die Sozialdemokratie gerne als soziale Abrissbirne wie in den guten, neuen Zeiten von Gasprom-Schröder und RWE-Clement sehen. Am Montag, dem 10. März war im ZDF-Morgenmagazin der Sprecher des „Seeheimer Kreises“, Johannes Kahrs, zugegen als Interviewpartner.

Wer ist Johannes Kahrs? Das lohnt sich zu wissen – um zu wissen wofür er steht. Kahrs ist seit 1982 Mitglied der SPD und ist erstmals 1992 durch seinen Telefonterror gegen die SPD-Linke Silke Dose in Hamburg aufgefallen:

„Im Mai 1992 erstattete eine Hamburger Juso-Funktionärin Anzeige wegen wiederholter nächtlicher anonymer Telefonanrufe. Sie vermutete einen Stalker, eine Fangschaltung der Ermittler ergab allerdings Kahrs als Anrufer. Das Strafverfahren gegen Kahrs, in dem er von Ole von Beust vertreten wurde, wurde gegen Zahlung eines Bußgeldes von 800 DM eingestellt. Daraufhin wurde er erfolglos im August 1992 von über 50 Hamburger Sozialdemokraten zum Rücktritt von allen politischen Ämtern aufgefordert“.
http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Johannes_Kahrs

Zimperlich war Johannes Kahrs in seiner Mission gegen die SPD-Linke weißgott nicht, wie die Hamburger Morgenpost vom 04.09.1998 zu berichten weiß:

„Ich krieg‘ dich, du Schlampe‘, hatte der spätere SPD Bundestagskandidat Johannes Kahrs seiner Genossin Silke Dose 1992 bei nächtlichem Telefonterror in den Hörer geraunt. Es ging um Juso-Flügelkämpfe; eine Fangschaltung überführte Kahrs.
http://archiv.mopo.de/archiv/1998/199809…0327223617.html

Kahrs hat nicht nur im Bereich Frauenbelästigung Erfahrung, er wurde auch schon frühzeitig bekannt für sein Informationsinteresse am politischen Gegner, also der Linken. Interessant ist deshalb diese Informationen über den überzeugten Reserveoffizier und ehemaligen Bundessprecher der rechten studentischen Verbindung „Wingolf-Bund“, zit. nach der TAZ Hamburg vom 01.12.1995:

„Nach einem Bericht der Zeitschrift ‚BISS‘ speichert er im Computer die politische Orientierung von SPD-Mitgliedern. Eine Augenzeugin: ‚Linke bekommen ein Sternchen, Rechte bleiben sauber‘. Politisch gilt Kahrs in der SPD als Rechtsaußen. So forderte er auf dem letzten Landesparteitag vehement die Wieder-Einführung geschlossener Kinderheime: Problem-Kids gehören weggesperrt. Privat hat Kahrs ein besonderes Hobby. Der Reserveoffizier, der gerne damit prahlt, daß er es ‚jedes Jahr auf drei Monate Reserveübungen gebracht‘ hätte, posiert gerne in vollem Wichs für die studentische Verbindung ‚Wingolf-Bund‘ (Wahlspruch: Gott, Freiheit, Vaterland). Jahrelang war er gar der Bundessprecher der deutschtümelnden Männer-Gilde“.
http://www.nadir.org/nadir/periodika/ana…ia/br_1/br1.htm (ganz unten)

Kahrs ist mittlerweile stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestags und ein treuer Angestellter der deutschen Rüstungslobby, die ihn großzügig finanziert. Es wird nun etwas glitschig um Kahrs und seine „Spender“, aber wir wollen den Blick in den Abgrund mal wagen:

Rheinmetall:
Laut einem Artikel des Hamburger Abendblatts vom 14.06.2006 hat der Rüstungskonzern Rheinmetall für den Bundestagswahlkampf 2005 eine Parteispende unter der Veröffentlichungsgrenze von 10.000 Euro an Kahrs‘ Kreisverband Hamburg Mitte gezahlt. ‚Problematisch sei an dieser Spende die Tatsache, dass Kahrs für die SPD im Verteidigungs- und im Haushaltsausschuss des Bundestags sitzt. In diesem Zusammenhang forderte Dagmar Schröder, Geschäftsführerin von Transparency International Deutschland, dass auch kleine Spenden transparent gemacht werden müssen, um eventuelle Verdachtsmomente schon im Vorfeld aus dem Weg zu räumen.‘ Auch Ulrich Müller, Geschäftsführer von Lobbycontrol, sieht Anstandsgrenzen verletzt: ‚Eine Person, die in diesem Ausmaß Wahlkampfspenden von Seiten der Rüstungsindustrie annimmt, ist nicht mehr unabhängig. Kahrs ist Rüstungslobbyist und kein Vertreter des Volkes mehr.‘ Das sieht Kahrs jedoch in der Hamburger Morgenpost vom 16.09.2006 anders: ‚Wenn ich Lobbyist bin, dann für meinen Wahlkreis‘.“
http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Johannes_Kahrs

Die genaue Höhe der Rüstungsspende wollte Kahrs allerdings nicht nennen, so viel Lobbyismus gönnt er sich und Rheinmetall dann doch:
http://www.abendblatt.de/daten/2006/06/14/573357.html
Kahrs, der den Präsidien des Förderkreises Deutsches Heer e.V. und ebenfalls der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. angehört und Schatzmeister des Rüstungslobbyclubs „Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.“ ist, wird allerdings auch von Krauss-Maffei Wegmann unterstützt für seinen „Anti-Lobbyismus“:

Krauss-Maffei Wegmann:
Die Welt berichtet am 21.09.2006, daß ebenfalls eine Spende vom Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann – knapp unter der Veröffentlichungsgrenze von 10.000 Euro – an Kahrs‘ Kreisverband Hamburg-Mitte geflossen ist. Die Frankfurter Rundschau berichtet am 13.10.2006 unter dem Titel: ‚Parteispenden: In Kahrs‘ Unterbezirk ist die Rüstungsindustrie großzügig‘ von insgesamt mehr als 60.000 Euro, die aus der Rüstungsindustrie geflossen sind . Woher allerdings die Rüstungsindustrie wusste, das Johannes Kahrs ein halbes Jahr später im Haushaltsausschuss für ihren Bereich zuständig sein wird, bleibt rätselhaft, zumal zum Zeitpunkt der Spenden in den Umfragen eine klare Mehrheit für eine Koalition aus Union/FDP bestand (http://www.election.de). Interessant ist auch, das auf der vom Internet-Dienst election.de veröffentlichten Liste der vom Bundestag relevanten Parteispenden, der Name Johannes Kahrs nicht auftaucht (http://www.btw05.de)“.
http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Johannes_Kahrs

die SPD und die Linken

Leicht tut sie sich nicht mit der aufkeimenden Linkspartei. Stand sie doch selbst all die Jahre hindurch für eine linke Politik in Deutschland. Für, ja für wen denn? Für all diejenigen, die links aber doch angepasst sein wollten. Für alle, die Kapitalismus und soziale Marktwirtschaft für vereinbar hielten. Für alle, die nichts verändern, aber doch ein bischen etwas für die Schwachen wollten. Für alle, die zu bequem zum umdenken, und zu blind für die Wahrheit waren.

Wer hat uns verraten?
Sozialdemokraten!

Nein, sie waren es nicht allein, doch sie waren immer kräftig mit dabei. Und das zog sich wie ein roter Faden von Anfang an durch die Sozialdemokratie in Deutschland. Nun helfen sie ihrem Gegner, der Hessischen CDU, auch noch flankierend an der Macht zu bleiben. Nein, wer solche Gegner hat, der braucht eine Wahlniderlage nicht zu fürchten. Eine Partei, die lieber darauf verzichtet zu regieren, als mit der Linken zusammenzuarbeiten, kann nur noch als eine bessere (nicht im Sinne von gut) CDU gesehen werden.

Schlimm nur für jene, die sich noch verblenden lassen.

gesucht und gefunden

Lustig was man so alles findet, wenn man am Samstag Abend im Netz stöbert. Auf der Onlineversion des kostenlosen Hanfjournal, welches in keinem gut sortierten Headshop fehlen sollte, fand ich folgende Bilder. Alle in Riesengröße, um in ausgedruckter Form als Plakat das Event zu verschönern. Wer also auf der nächsten Demo beeindrucken will, kann sich ja mal was ausdrucken.


klick mich


mich auch


und mich

Interessante aktuelle Berichte zum Thema Drogen und Legalisierung gibt es hier und hier.

die NPD und die Frauen

Dass es die NPD mit Gleichberechtigung und mit Frauenrechten allgemein nicht so hat, zeigt der neueste Antrag der NPD-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Darin fordert die rechtsextrme Partei, alle Gender-Mainstreaming Programme zu beenden.


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Wer sich die Rede des Sprechers der NPD-Fraktion in Meck Pomm, Stefan Köster, ansehen möchte, kann auf das Bild klicken. Seine Rede kommt etwa ab der Mitte des Films. Zum Antrag der NPD schreibt die Seite Endstation Rechts:

Der wohl brisanteste Antrag kam mal wieder von der NPD-Fraktion. Mit der Drucksache 5/1308 forderte sie die Landesregierung auf, alle „Gender-Mainstreaming“– Programme zu beenden und dieses auch im Bundesrat zu beantragen. Die hierdurch frei werdenden Gelder sollten stattdessen für die Familienförderung eingesetzt werden.
Stefan Köster warf den demokratischen Fraktionen die „Abschaffung der Geschlechter“ vor. Denn mit der Einführung von „Gender-Mainstreaming“ gäbe es das biologische Geschlecht nicht mehr, sondern nur noch „das soziale Geschlecht“. Dies komme einer „geistigen Geschlechtsumwandlung“ gleich. Um diese Behauptung zu untermauern, verlas Köster Beispiele von aufklärerischen Kinderliedern, in denen es unter anderem um den „Pullermann“ ging. Mit solcher Art von Erziehung werde, so Köster, eine „frühkindliche Sexualisierung“ herbei geführt.
„Gender-Mainstreaming“ schaffe die biologisch bestimmte Rollenverteilung ab. Dabei suchten gerade Frauen nach Sicherheit und Schutz für ihre Kinder und würden sich darum immer häufiger der „nationalen Opposition“ zuwenden.

zum Artikel

Sternenstaub


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Lang ist es her. Und chaotisch wars. Eigentlich das totale Chaos. Weltuntergangswetter, Reifenwechsel in der Nacht, umgegrabene Waldböden, tobender Jagdpächter, wetternde Ortsvorsteherin, usw. Einfach Trouble ohne Ende, und ein bitterer Nachgeschmack. Aber an einem Wochenende viel gelernt.

Wer wissen möchte wie es sein kann, wenn man in Karoffelland eine lustige Party veranstalten will, und was dabei so alles passieren kann, sollte mal auf den Flyer klicken.