Der Doppelmord an Uwe Barschel

Uwe Barschel wurde am 11. Oktober 1987 tot im Hotel Beau Rivage in Genf aufgefunden. Seither reissen die Gerüchte um seinen rätzelhaften Tod nicht ab. Während offizielle Stellen in der Schweiz und in Deutschland von einer Selbsttötung ausgingen, und so gut wie alle großen Medien mit an dieser These bastelten, gibt es doch viele Fakten, die eine Selbsttötung sehr unwahrscheinlich erscheinen lassen. In seinem Buch „Der Doppelmord an Uwe Barschel“ listet der Schriftsteller Wolfram Baentsch die Umstände des Todes von Barschel auf. Er recherchierte 3 Jahre lang für das Buch, und durfte Akten einsehen, die vor ihm wohl noch kein Journalist gesehen hatte.

Ich möchte hier einige der wichtigsten Fakten aus dem Buch in chronologischer Reihenfolge auflisten. Es lohnt sich aber trotzdem dieses ungewöhnliche Buch zu lesen.

Dieses Foto zeigt den toten Uwe Barschel, wie er bei der Obduktion ausgesehen hat. Weil dieses Bild nie veröffentlicht wurde, konnten Zeitschriften wie der Spiegel, oder diverse Fernsehdokumentationen bis heute noch behaupten, Barschel hätte sich selbst umgebracht. Deutlich sieht man auf dem Bild die blauen Flecken, die er sich vor seinem „Selbstmord“ kaum selbst beigebracht hat.

Januar 1987: Der Reporter Reiner Pfeiffer, der vom Hamburger Springer-Verlag als Medienreferent für die Pressestelle von Uwe Barschel ausgeliehen wurde, fängt in Barschels Pressestelle an. Von dort aus startet er einige Aktionen gegen Barschels Wahlkampf-Gegner Björn Engholm.
- Er lässt Engholm von Detektiven bespitzeln
- Er erstattet unter dem Pseudonym H.Sapiens eine Anzeige beim Finanzamt wegen Steuerhinterziehung
- Er ruft als Dr. Wagner bei Engholm zuhause und bei seinem Hausarzt an, und äussert den Verdacht, Engholm könnte sich mit Aids infiziert haben.

Kurz darauf nimmt Pfeiffer Kontakt zu führenden SPD-Mitgliedern auf, mit denen er sich später noch öfter trifft.

Am 31. Mai stürzt Barschel mit einer Chessna über dem Flughafen Lübeck-Blankensee ab, und überlebt als einziger. Die Augenzeugen des Unglücks werden nicht polizeilich befragt Es findet auch keine staatsanwaltliche Untersuchung statt. Die Maschine prallte in dieser Nacht gegen einen Lichtmast, der vorher nicht dagewesen war. Die letzten Worte des Piloten waren: „dim the Lights“ (lösche das Licht).

Ab Juli trifft Pfeiffer mehrfach mit Engholms Intimus und Pressesprecher der SPD Nilius zusammen, dem er diverse Wahlkampf-verwertbare Regierungs- und CDU-Unterlagen zuspielt. Nilius führt Pfeiffer auch dem Magazin „der Spiegel“ zu, das ihn später als Kronzeugen für den sogenannten „Waterkant-Gate“ Skandal benutzt.

Am 7. September erscheint die erste der Waterkant-Gate Geschichten, noch ohne Nennung des Namens von Barschel. Engholm erstattet daraufhin Anzeige gegen Unbekannt, u.a. wegen Bruchs des Steuergeheimnisses.

Am selben Abend sitzt Reiner Pfeiffer im Lübecker Restaurant Lysia Björn Engholm gegenüber, und erzählt ihm, er habe die Steueranzeige und den Detektiveinsatz inszeniert, angeblich auf Weisung Uwe Barschels.

Am 12. September platzt mitten ins Vorabend-Programm eine Vorabmeldung des Spiegel, zur nächsten Titelgeschichte „Watergate in Kiel- Barschels schmutzighe Tricks“

Am 13. September gehen viele Menschen nicht zur Wahl. Die CDU kommt auf eines ihrer schlechtesten- die SPD auf eines ihrer besten Ergebnisse.

Noch am Wahlabend stellt der Chef der Lübecker Staatsanwaltschaft eine Ermittlungsgruppe zusammen, die Pfeiffer in einer Spiegel-Wohnung aufspürt, und in dessen Notizbuch Beweise für frühe Kontakte zur SPD findet.

Am 18. September hält Barschel die sog. „Ehrenwort-Konferenz“ ab, in der er seine Unschuld versichert.

Am 25. September gibt Barschel seinen Rücktritt bekannt. Am selben Tag erhält er in seinem Haus in Mölln mehrere Anrufe von einem unbekannten namens Roloff, der ihm Hilfe gegen Pfeiffer anbietet.

Am 6. Oktober fährt Barschel mit seiner Frau Freya in den Urlaub. Die Presse weiß nicht wohin es geht, die Geheimdienste schon. „Zufällig“ sitzt im gleichen Flugzeug ein gewisser Robert Gates, späterer Direktor des CIA. Aber auch eine gewisse „Frau Kolb“ (falscherName) fliegt mit. Sie ist auch in dem Gewerbe des Herrn Gates tätig, ebenso wie zwei weitere Begleiter mit den Flugnummern 491 und 492 (Der Lufthansa-Pilot, der diese Beobachtungen festhielt, bekam später enorme Probleme und wurde unter Druck gesetzt).

Am 8. Oktober beschließt Barschel den Urlaub zu unterbrechen, um vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss auszusagen. Nach einem Telefonat mit dem unbekannten Roloff ändert er seinen Plan über Madrid nach Deutschland zurück zu fahren, und fliegt über Genf. Roloff hatte ihm ein entlastendes Dokument in Aussicht gestellt, mit dem er angeblich seine Unschuld beweisen hätte können.

Am 10. Oktober landet Barschel in Genf, trifft sich mit Roloff, und bucht sich im Hotel Beau Rivage ein, dass er vorher noch nicht gekannt hat.Er weiß nicht, dass er in einem Treffpunkt internationaler Geheimdienste eingebucht hat. Er weiß auch nicht, dass die Zimmer mit Überwachungsanlagen ausgestattet wurden, und extra zu diesem Zweck einige Monate zuvor fotografiert worden waren.

An seinem letzten Abend telefoniert er mit seiner Frau, mit seiner Schwester, und drei Mal mit seinem Bruder. Mit seinem Bruder macht er ein Treffen für den nächsten Morgen aus, wo er zum Frühstück kommen will. Beim Portier gibt er in Auftrag am nächsten Morgen um sieben Uhr geweckt zu werden.

In dieser Nacht hatte auch der BND-Agend XXX im Beau Rivage ein Zimmer reserviert, buchte aber kurzfristig um. Kurz davor checkte auch ein Assistent von XXX im Hotel ein, und liess sich sogar vom 2. in den 3. Stock verlegen, in dem auch Barschel schlief. Der Mann asiatischer Abstammung hieß Akilan.

Am 11. Oktober wird Barschel tot in seinem Hotelzimmer gefunden, bekleidet in der Badewanne liegend. Wer den Toten zuerst sah, ist ungewiss. Offiziell wurde er von dem Stern-Reporter Sebastian Knauer gefunden, der vom Tatort aus telefonierte, und Fotos machte. Eine Hotelangestellte will die Leiche Barschels auch gesehen haben, allerdings in einer anderen Position, mit dem Kopf unter Wasser. Die Polizei wird von dem Stern-Reporter erst nach einer Stunde informiert. Eine polizeiliche Vernehmung oder eine Leibesvisitation des Reporters fand nie statt.

Am Nachmittag verbreiten Rundfunk und Agenturen die Falschmeldung, Barschel hätte sich in Genf erschossen. Die Quelle der Fehliformation bleibt im Dunkeln.

Die Ermittler um die junge Untersuchungsrichterin Nardin leisten sich unerklärliche Fehler. Am Abend wird der Leichnam obduziert, der Bericht lässt monatelang auf sich warten.

Der Lübecker leitende Oberstaatsanwalt Kleiner leitet deutsche Ermittlungen ein und trifft Rechtshilfeabkommen mit der Genfer Justiz.

Am 12. Oktober geben Eike (Bruder) und Freya (Ehefrau) Barschel eine Pressekonferenz in Genf, und erklären: „Es war Mord“

Am 18. Oktober kommt unter deutscher Beteiligung eine große Runde von Ermittlern zu dem Ergebnis, alle Anzeichen würden auf Selbstmord deuten, Spuren von Gewalt gebe es nicht.

An diesem Tag erscheint Reiner Pfeiffer in Kiel zum ersten-und letzten Mal vor dem Palamentarischen Untersuchungsausschuss, und weigert sich Fragen von Barschels Anwalt Erich Samson zu beantworten.

Am 24. Oktober wird im Hamburger Uni-Klinikum die zweite Obduktion der Leiche vorgenommen. Barschels Frau hatte sie verlangt. Vor Beginn der Obduktion gibt es eine Überraschung. Es fehlen Herz, Gehirn, Schilddrüse, Blut und Urin des Toten. Statt dessen finden die Ärzte im Brustkorb blutdurchtränkte Papiertücher, und ein Paar Plastikhandschuhe.

Neben zahlreichen Spuren von Gewalteinwirkung, die im Protokoll der Genfer Obduktion nicht vorkommen, finden die Ärzte auch einen großen blauen Fleck auf dem Hinterkopf Barschels. Viele Spuren scheinen auch mit Schminke überdeckt worden zu sein.

Im Körper fanden sich 4 verschiedene Gifte:
- Cyclobarbital
- Pyrithilidion
- Dipfenhydramin
- Perazin (ein Mittel das quälende Krämpfe verursacht)

Ausserdem fanden sich Verletzungen in einem von Barschels Nasenlöchern und in seiner Speiseröhre.

Am 9. November wird Innenstaatssekretär Hans-Joachim Knack- einen Tag bevor er vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss seine Aussage machen konnte, tot aufgefunden. Eine Obduktion findet nicht statt. Barschel-Anwalt Erich Samson fürchtet um sein Leben, bittet um Personenschutz, und legt sein Mandat nieder. P vor der ro. Brandenberger

Am 22. Dezember erklärt der Schweizer Toxikologe Prof. Brandenberger vor der Kamera des ZDF, der Politiker sei wahrscheinlich vergiftet worden. Von vier im Körper gefundenen Giften hätten ihn drei zuerst bewustlos gemacht, bevor ihm das vierte, das tödliche Gift, verabreicht wurde.

1988:
Ende Februar legt der erste Parlamentarische Untersuchungsausschuss seinen Schlußbericht vor: Barschel wird für schuldig gesprochen alle von Pfeiffer durchgeführten Aktionen angestiftet zu haben.

Am 8. Mai sind Neuwahlen in Schleswig-Holstein. Die CDU verliert haushoch, und die SPD erhält die absolute Mehrheit. Engholm wird Ministerpräsident, und belohnt die Mitglieder des Parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Dessen Vorsitzender Klinger wird Justizminister.

Am 11. Novembererhält Pfeiffer heimlich bei Nacht an der Autobahn vom Boten Nilius einen Umschlag mit 2500 D-Mark. Ein Jahr später nochmal die gleiche Summe unter den gleichen konspirativen Umständen.

1992:
Bis 1992 bemühen sich Eike Barschel (Bruder) und ein ehemaliger Mitarbeiter des Agenten XXX, Jean Jaques Griessen um die Aufklärung des Mordfalls. Griessen wähnt sich kurz vor der Lösung des Falls, doch er wird am 9. November ermordet. Der Fall bleibt ungeklärt.

Der Leiter der Genfer Kriminalpolizei wird wegen Bestechung verurteilt, und unehrenhaft aus dem Polizeidienst entlassen.


Das Buch von Wolfram Baentsch enthüllt eine Flut von Informationen, die eigentlich nur auf eine Verschwörung und einen Mord an dem ehemaligen Ministerpräsidenten hinauslaufen können. Die Auflösung des Falls wurde von allerhöchsten Stellen immer wieder verhindert, und auch sämtliche Medien leisteten dabei immer wieder Hilfe. Aber warum hatten bestimmte Kreise so ein Interesse an dem Ableben von Barschel? Barschel wollte nicht nur ein Buch schreiben, und vor dem Untersuchungsausschuss aussagen, er wusste auch von Waffengeschäften zwischen der deutschen Regierung, und dem damaligen Apartheid-Regime von Südafrika. Er wusste auch von Testflügen in Schleswig-Holstein, bei denen Israelische Piloten Iranische Flieger ausgebildet hatten. Ein brisantes Wissen, das der in die Enge getriebene Politiker nun öffentlich zu machen drohte.

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Wer auf das Buch keine Lust hat, kann sich auch den Mitschnitt einer Veranstaltung mit dem Verfasser, Wolfram Baentsch, anhören. Zu finden hier, hier und hier.


13 Antworten auf “Der Doppelmord an Uwe Barschel”


  1. 1 horst rath 30. März 2008 um 19:04 Uhr

    Das Foto von Barschel hier reinzustellen ist echt geschmacklos

  2. 2 Ann C. 18. Mai 2008 um 5:04 Uhr

    Es mag ja sein, daß so ein Foto im ersten Moment schockiert, aber geschmacklos ist es meines Erachtens nicht, wenn man bedenkt, wieviele Schwierigkeiten Wolfram Baentsch hatte und noch hat, die wirklichen Umstände bzgl. Barschels Tod zu veröffentlichen. Wie soll der denkende Bürger denn von allem erfahren, wenn nichts gezeigt und publiziert werden kann, weil alle möglichen „hohen Tiere“ davor Panik haben?

    Nur allein dieses Foto von Uwe Barschel macht schon deutlich, daß die Selbstmordthese lächerlich ist. Man braucht ja nur mal genauer hin zu schauen,… und mal ehrlich: In der Bild-Zeitung gibts tagtäglich schlimmere Fotos – … und die springen einem von tausend Zeitungsständen entgegen.

    Ich habe mir jedenfalls gerade das Buch von Wolfram Baentsch
    vorbestellt, eben weil ich mehr wissen will.

    Schon allein das Durchlesen des obigen Artikels hat jede Menge Fragen bei mir aufgeworfen und ich hoffe wirklich, daß es auch anderen so geht,… denn wie heisst es schon in der Bibel so schön: „Die Wahrheit macht Dich frei!“
    Na dann, Amen!

  3. 3 heinz benedix 21. Juli 2008 um 13:32 Uhr

    Karry,Barschel,Möllemann etc.
    Der Sumpf in der Bundesdeutschen Politik ist nicht zu beschreiben.Die Skandale um Strauss,Kohl etc.und unsere Rechtssprechung sind eine einzige Frechheit.
    Die „BRD“ ist für mich eine Bananenrepublik in der wir nur belogen und betrogen werden.
    Ich gehe nun in Rente,nach 47 Jahren Arbeit und kehre diesem „freiheitlich demokratischem Staat“ den Rücken.
    Schlimmer kann es nicht kommen.

  4. 4 münchnerin 03. Juli 2009 um 16:46 Uhr

    Naja, der Fleck oben an der rechten Stirnseite ist eindeutig ein TotenfleckGuckt man sich das Bild in der Wanne an, dann sieht man genau, daß er mit dieser Strinhälfte an der Wannenwand lehnt. Das wird bei allmählich absickerndem Blutstand irgendwann mal rot, bzw.Also ein Leichenfleck.Die wir er am Rücken und am Gesäss auch gehabt haben. Aber die sind völlig normal und haben jetzt nicht unbedingt was mit dem Todesfall zu tun. Viel verwunderliches empfinde ich da die Kratzer unterhalb der Unterlippe. Am Kinn. Aber wer weis schon, was wirklich passiert ist. Ich empfinde diesen Fall jedenfalls mehr als dubios und kann mir einfach keine Variante vostellen, wie es gewesen sein könnte.Selbstmord,in der Wanne mit Klamotten?Ohne erkennbares Tatwerkzeug oder wenigsten einen Fon, der auch im Wasser liegt. Der Roomboy hüllt sich ja in Schweigen, bzw hat wohl auch ein wenig was erfunden um sich wichtig zu machen.Aber das haben wir ja schon öfters erlebt.Es ist jedenfalls sehr merkwürdig das ganze und wir die Interessenten noch einige Zeit beschäftigen.Ich hinggen kann mir gut vorstellen, daß der BND damit was zu tun hat.Es war eine komische Zeit, wo man anscheinend viele ausschalten wollte, weil sie einfach zu viel wußten…..

  5. 5 Ruebsam 14. Juli 2009 um 23:31 Uhr

    @ muenchnerin : ich denke Totenflecken entstehen dort wo die Haut der Leiche den Boden berührt , wenn jemand also auf dem Rücken liegend stirbt dürfen die Totenflecken nur auf dem Rücken zu finden sein.

  6. 6 Medicalcare 14. Oktober 2009 um 16:10 Uhr

    @ müchnerin u. rübsam

    zu den Totenflecken:

    Totenflecken entstehen dort, wo das Blut aufgrund der Schwerkraft und des fehlens der Pumpwirkung des Herzens hinsickert. Und das ist immer die tiefste Stelle. Egal wie der Körper liegt. Das Blut könnte also auch in den Kopf fliessen (Achtung! Dort schwillt dann die Zunge noch mit an) wenn er die tiefste Stelle bildet. Hier in dem Fall, wie münchnerin richtig sagt, werden es das Gesäss und die Waden sein.

    Aber, bei allen Überlegungen dazu…das Photo entstand NACH der ersten Obduktion, wo der Schädel eröffnet worden ist um das Hirn zuentnehmen. Daher könnten auch die Verletztung in der Nasenhöhle stammen (Nasenschleimhautabstrich).

    Wegen der Verletzungen oder blaue Flecke an der gezeigten Leiche lässt sich also nichts ablesen. Es gibt darauf einfache Erklärungen.
    Und die einfachsten Erklärungen sind meisten auch die Richtigen.

    Was das Ableben des Hr.Barschel als solches allerdings angeht, finde ich es persönlich alles nicht so recht „real“.

    Weder ein Selbstmörder würde sich wohl so in die Wanne legen, als auch ein Mörder sein Opfer. Ziemlich skurill das Ganze.

  7. 7 Klaus 21. Juni 2010 um 20:38 Uhr

    Wenn man sich das im Spiegel veröffentliche Foto von Herrn Barschel in der Badewanne anschaut, müßte es einem erfahrenen Ermittler aufgefallen sein, dass das Hemd im Brustbereich Falten aufwies, die nach oben gerichtet waren. Dies könnte folgende Ursache haben:

    1. Herr Barschel wurde in seinem Hotelzimmer gefunden, wo und ob in der Badewanne ist fraglich. Aufgrund der Falten im Hemd ist der Verstorbene aber offensichtlich von hinten gefasst und in der Wanne bewegt worden. Dies kann durch den Täter, aber auch durch den auffindenden Reporter geschehen sein, um sein Motiv besser in Szene zu setzen.

    2. Herr Barschel wurde irgendwo in seinem Zimmer ermordet und dann in die Wanne getragen, diese gefüllt, um einen Selbstmord vorzutäuschen. Nur, wer bringt sich mit Medikamenten um und legt sich dann, völlig bekleidet in eine Badewanne?

    Ich stimme Frau Barschel und allen zu, die nicht an einen natürlichen, selbst herbeigeführten Tod glauben, völlig zu.

    Die Ermittlungen in der Schweiz und später auch in Deutschland sehe ich als sehr zweifelhaft an.

  8. 8 senta66 22. Dezember 2010 um 20:02 Uhr

    Ich verfolge die „Barschel-Geschichte“ bereits seit ihrem Entstehen – also seit 1987.
    Ich muss sagen, ich stehe dieser Sache sehr gespalten gegenüber.
    Einerseits lebten wir damals noch im „kalten Krieg“ – was damals alles möglich war und auch passiert ist möchte ich eigentlich gar nicht so genau wissen, obwohl eigentlich schon, aber wer klärt uns denn schon genau auf?
    Auf der anderen Seite halte ich einen raffiniert inszenierten Suizid genauso für möglich.
    Ich denke dieser Todesfall wird mit dem Tod von Marilyn Monroe auf einer Stufe stehen. CIA lässt grüßen… :-)

  9. 9 ALSO 16. Februar 2011 um 22:15 Uhr

    Was die Münchnerin schreibt ist meiner Meinung nach sehr blausibel.Oder was sagt BND u. Mossad dazu ????

  10. 10 Phine 31. Mai 2011 um 11:07 Uhr

    Also, ich glaube definitiv auch an einen Mord. Ich bin zwar absolut CDU fern und kann mit dieser Partei rein gar nichts anfangen. Trotzdem ist es grausam, wie Uwe Barschel sterben musste. Mir ist noch eine weitere MOrdtheorie bekannt:
    und zwar dass Uwe Barschel diesen Roloff im Hotelzimmer erwartet und auch reingelassen hat. Dann strömte durch die Klimaanlage/Lüftungsschächte ein betäubendes Gas. Danach wurde Barschel dann das tödliche Gift verabreicht, vielleicht war das Gas aber auch schon tödlich. In die Wanne wurde Barschel deshlab völlig bekleidet gezogen, weil das Gas auf der Haut nachzuweisen ist und sich durch die Verbindung mit Wasser jedoch einfach abspülen lässt. Ich hoffe sehr, dass dieser Fall wieder aufgenommen und geklärt wird. Dass der Barschel aber auch so naiv war, mit dem Wissen an geheimen „Verbrechen“ mit deutscher Beteiligung mit irgend jemand unbekanntem zu treffen….:/

  11. 11 Phine 31. Mai 2011 um 11:24 Uhr

    achso und die Hörfunkbeiträge, die im Blog unten als „hier, hier und hier“ verlinkt wurden, kann man sich leider nicht anhören. Schade…

  12. 12 takeo 23. November 2011 um 20:41 Uhr

    also ich möchte in der diskussion um die totenflecke noch darauf hinweisen, dass sich totenflecke während ihrer entstehung noch umlagern lassen und dass außerdem die stellen, an denen der körper aufligt von den totenflecken ausgespart sind, dass also das aufliegen ein grund ist, dass an einem ort keine totenflecke sind. totenflecke am kopf bei einer liegenden leiche betreffen meist etwa zwei drittel des kopfes.

  13. 13 RS 20. Mai 2012 um 22:33 Uhr

    Welch unglaublicher Schwachsinn hier verbreitet wird !

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