Archiv für Oktober 2008

Jürgen Elsässer – Terrorziel Europa

Das gefährliche Doppelspiel der Geheimdienste

Die vorliegenden Audiofiles entstammen einem Vortrag von Jürgen Elsässer vom 10. Oktober ’08 in Konstanz.

Vortrag Teil 1

Vortrag Teil 2

Vortrag Teil 3

Vortrag Teil 4

Vortrag Teil 5

Vortrag Teil 6

Vortrag Teil 7

Jürgen Elsässer ist uns als gut unterrichteter politischer Autor bekannt. Seine Recherchen sind akribisch genau, seine Darstellungen sind quer zum Mainstream. Als Mitarbeiter im BND-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages hat er das schmutzige Doppelspiel von Al Qaida, CIA und Secret Service seit den frühern 90er Jahren beobachten können. In „Terrorziel Europa“ beschreibt er das gefährliche Doppelspiel der Geheimdienste bei den Attentaten und angeblichen Anschlagsversuchen von Islamisten in Europa in den letzten 13 Jahren.

Sorgfältig trägt er Widersprüche zu den offiziellen Darstellungen zusammen. Er zeigt auf: „kein einziger dieser Morde oder Mordversuche hätte ohne die Mithilfe der Staatssicherheit unternommen werden können“. Der islamische Fundamentalismus sei zwar eine Realität, konstatiert Elsässer, doch sein „terroristisches Potential ist eine Leihgabe vor allem der US-Amerikanischen und Britischen Geheimdienste, die Europa auf diese Weise immer tiefer in ihren weltweiten Krieg verstricken wollen“.

Der Autor erinnert an die Unterstützung Osama bin Ladens durch den Secret Service in den 80er Jahren, und die massive Aufrüstung arabischer Mudschahidin im bosnischen Bürgerkrieg. Elsässer fasst in einem Kapitel die verdeckten Operationen zusammen die von der Nato-Geheimarmee Gladio im kalten Krieg durchgeführt wurden. Allein bei Anschlägen in Italien wurden dabei mehr als 460 Menschen ermordet., und er skizziert wie diese systematische Untergrundarbeit nach 9/11 fortgesetzt wurde.

Auch in Sachen „Kofferbomber von Köln“, „Sauerlandgruppe“ um „Terror-Fritz“ und Anschlagsversuch auf den Straßbourger Weihnachtsmarkt meldet Elsässer Widerspruch zur staatlich verbreiteten Verschwörungstheorie. Der Autor erinnert daran dass alle gesetzlichen Verschärfungen der letzten Jahre im Windschatten großer Terrorplots mit Geheimdiensthintergrund durchgesetzt wurden.

Wir können alles

Unter diesem Titel erschien ein neues Buch, welches von Josef-Otto Freudenreich, Meinrad Heck, Wlfgang Messner, und Rainer Nübel verfasst wurde. Es enthält einige Beispiele an Intrigen und Tricksereien, die im Musterländle Baden-Württemberg an der politischen Tagesordnung sind. Dieser Teil befasst sich mit Kontakten des Ministerpräsident Öttinger zu einem Pizzeriawirt aus Stuttgart, der eine Schlüsselrolle in der Italienischen Ndrangenta haben soll.


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Der Schmücker Mord

Die Dokumentation „Der Schmücker Mord“ beleuchtet die näheren Umstände des Todes von Ulrich Schmücker, einem Mitglied der Bewegung 2. Juni. Der Fall gilt als einer der gräßten Justizskandale der Bundesrepublik. Das Verfahren wurde vom Verfassungsschutz und mindestens 2 Staatsanwälten vielfach manipuliert und behindert.

Ulrich Schmücker wurde noch vor einem geplanten Bombenanschlag festgenommen, und nach einer Aussage gegenüber dem Verfassungsschutz und nach einem 9 monatigen Gefängnisaufenthalt wieder freigelassen. Danach benutzte der Verfassungsschutz ihn als V-Mann. Die Spitzeltätigkeit flog auf, nachdem Teile von Schmückers Geständnis in der Szene publik wurden, und seine einstigen Gefährten wandten sich von ihm ab.

Schmücker wurde am 5. Juni 1974 sterbend im Grunewald aufgefunden, nachdem ihm jemand in den Kopf geschossen hatte. Welche Rolle spielte dabei der Verfassungsschutz, der eine Observation Schmückers nur Stunden zuvor abgebrochen hatte? Und wie kam es, das die Tatwaffe nur Stunde nach der Tat dem involvierten Verfassungsschutzoffizier Michael Grünhagen angeboten wurde, und danach für 15 Jahre in einem Tresor in einem Gebäude des Verfassungsschutzes in der Clayallee verschwand?